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Die Nebenwirkungen von Magensäureblockern

In Europa leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung an Magenproblemen wie

z.B. Sodbrennen auch Reflux genannt. In den USA sind sogar 45 % der

Bevölkerung davon betroffen. Viele nehmen daher sogenannte

"Magensäureblocker" um die Symptome zu lindern. Diese Medikamente

werden auch Protonenpumpenhemmer oder Magenschutztabletten

genannt. Als diese neu auf dem Markt erschienen sind, wurde regelmäßig

vor den Folgen einer dauerhaften Einnahme gewarnt. Heute empfehlen

viele Ärzte ihren Patienten die Langzeiteinnahme und verschreiben daher

regelmäßig Magenschutztabletten. Das grundlegende Problem des Refluxes

wird durch die Einnahme dieses Medikaments aber nicht behoben.



Magensäureblocker wirken in den Belegzellen des Magens. Diese sind für die

Produktion von Magensäure zuständig. Das Medikament reduziert die Ausschüttung

von Protonen. Magensäure ist übrigens nichts anderes als Salzsäure. Gelangen weniger

Protonen in den Magen, nimmt die Säureproduktion erheblich ab und zwar bis zu 66%.

In einem gesunden Magen liegt der pH-Wert zwischen 1,5 und 3,2. Bei Patienten, die

Magensäureblocker zu sich nehmen, kann der pH-Wert bis auf 5 ansteigen, was zu

massiven Folgeproblemen führen kann.


 

Die Salzsäure im Magen hat normalerweise die Aufgabe schädliche Bakterien abzutöten.

Verliert diese nun aufgrund von Magensäureblockern an Säure, nimmt die antibakterielle

Wirkung stark ab. Es siedeln sich Bakterien im Magen an, die eigentlich in den Dickdarm gehören. Das bringt die Verdauung komplett durcheinander. Auch Verdauungsenzyme im Magen und Dünndarm benötigen einen bestimmten Säuregrad um optimal zu funktionieren. Magensäureblocker reduzieren diesen Säuregrad, was dazu führt,

dass Verdauungsenzyme sowohl Aminosäuren, Fettsäuren und andere wichtige Stoffe

nicht mehr aus der Nahrung spalten können. Dadurch nimmt häufig die Aufnahme von

Zink, Vitamin D ,B12, Magnesium, Eisen und Calcium rapide ab.



 

Diese Nährstoffmängel können zu Krankheiten wie z.B. Depressionen, Osteoporose,

Nervenerkrankungen und Verdauungsproblemen führen.

Langfristig heilen Medikamente gegen Sodbrennen nicht. Es kommt lediglich zu einer veränderten Symptomatik, wobei die auslösenden Faktoren des Sodbrennens bestehen bleiben. Solltest du Magensäureblocker bereits über viele Jahre einnehmen, können

diese nicht einfach über Nacht abgesetzt werden, da sich der Körper bereits an die

veränderten Vorgänge gewöhnt hat. Daher solltest du das immer mit deinem Arzt

individuell besprechen. Wichtig ist es, die Ursache des Sodbrennens zu finden und lösen.


 

Bleibt Gesund euer Anhalt-Vital Team.








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